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Die Sanduhr Eddi Lecesne

In der Ausstellung

Die Sanduhr ist ein komplexer Hybrid eines Lorenzrads. Weil sich das Rad durch den Sand nach einem chaotischen Prinzip verhält, entstehen sich nicht wiederholende Bewegungsmuster, die in ein klangliches System so integriert sind, dass die Nacktheit und Schlichtheit derSanduhr – die Mechanik und Bewegung am Objekt sehen zu können- sich im Klang widerspiegeln soll.

Eine aufgrund wissenschaftlich-chaotischer Zustände sich selbst gestaltende Komposition mit 'Resonatoren' aus verschiedenen Materialien, fliessender Sand als Auslöser. Durch das Rieseln des Sandes auf die Platten entsteht ein leicht gefärbtes Rauschen. Je schneller sich das Rad dreht, desto deutlicher wird die Grundfrequenz des Materials sowie deren Teilintervalle in der Lautstärke angehoben. Der Klang des Beckens wirkt als 'Orgelpunkt' damit die Komposition einen 'Boden' erhält und dadurch Intervalle entstehen können. Das chaotische Rad vom Mathematiker und Meteorologe Edward Lorenz wird bei der Sanduhr als Klangsteuerungselement verwendet, um ein sich selbst generierendes Kompositionsstück zu kreieren.

Technik

An der Klanginstallation sind unterschiedliche Sensoren angebracht: Am Rad befindet sich ein geometrischer HALL Sensor, womit das durch den Sand in Bewegung gebrachte Rad über ein Arduino Hardware Interface schliesslich in einem MAX/MSP Patch analysiert und ausgewertet werden kann. Die vier mit Piezo-Schallaufnehmern verstärkten metallischen Stufen tragen ebenso wie die vier Stufen aus verschieden dicken Instrumentenhölzern an der Unterseite zum Ursprung der Klänge bei. Je nach Umdrehung der Sanduhr klingen die hölzernen oder die metallischen Seiten der Stufen.

http://www.medien-kunst.ch/projekte/?id=5747



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